Luna Yoga: Immunstärkung. Ferienkurs in Kroatien 2021

Sta da? (Echt jetzt?) – Ja! Unsere Yogareise ins kroatische Vinodol-Tal Ende September trug zur Stärkung unseres – das sind neun Frauen und ein Mann – Immunsystems bei!

Dank des warmen spätsommerlichen Wetters fanden unsere Yogaeinheiten meist im Freien statt. Morgens um halb Acht gingen wir gehmeditierend zu unserer Yogaplattform. Während wir frische Waldluft atmeten, bewegten wir uns in dynamischen Abfolgen aus dem Luna Yoga: Wir ließen elegante Kraniche und majestätische Adler yogisch fliegen, grüßten Sonne, Mond und Planeten. Atemübungen wie Wechsel-, Sonnen- und Mondatmung energetisierten und gaben zusätzliche Kraft. In der Nachmittagssonne und zu Vogelgezwitscher sorgten viele liegende Dreh- und Dehnübungen wie Krokodile und Eulen für Erholung, Stärkung und Entspannung. Weitere Asanas regten den Lymphfluss an, die Tibetische Niederwerfung ermöglichte uns meditative Sammlung. Am Ende der Woche hatte jede(r) von uns ein paar Lieblingsübungen, um das Yogaüben daheim fortzusetzen. 


Fast jeder Tag war ein Badetag! Sehr beliebt waren einsame Badebuchten in Selče. Wir bildeten Fahrgemeinschaften und wanderten flott durch Pinien- und Kieferwälder zu den abgelegenen felsgesäumten Buchten. Entlang unserer Pfade duftete es noch nach würzigen Kräutern. Was für eine Wohltat war es, im Meerwasser zu schwimmen und beim Sonnenbaden Sonnenlicht inklusive Vitamin D zu tanken! Auch die Bucht in Kačjak und das glasklare, türkis schimmernde Meer verlockten viele von uns zum Verweilen. Und wie frei fühlten wir uns, als wir entlang der zwei Kilometer langen Küste bei Črikvenica oder in Selče an der Uferpromenade spazierten und die Weite des Mittelmeers wahrnahmen!

Sogar der Ausflugstag nach Rijeka blieb sonnig. Wir alle flanierten durch die Fußgängerzone, den Korzo, freuten uns auf Souvenirs, die wir in den Läden  “Sta da?” und “Croatia in a Box” erwarben. Je nach Interesse standen unterschiedliche Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: das alte Volkstheater, die Markthalle mit den Gemüse- und Obstständen, die Festung Trsat oder eine Hafenrunde. Mit einem Besuch im Café Cacao an der Riva, im Café Teatro oder im Prirode & Drūsto klang der Städtebesuch fröhlich und unterhaltsam aus. 

Mit e-Bike oder Auto haben einige von uns ein-zwei Stündige Ausflüge auf einen nahe gelegenen Hügel unternommen. Dort gab es eine Festung, das Kaštel Drivenik, sowie Teile einer früheren Siedlung zu sehen. Der Ausblick über die Karstlandschaft war beeindruckend und auch die Vegetation – Steineichen, Pinien und Zedernwacholder – hat uns gefallen.

Sieben Tage lang genossen wir köstliches und gesundes Essen in Balatura. Jeden Abend bereitete Thea ein dreigängiges, überwiegend veganes Menü. Mit feinen gewürzen liebevoll komponiert und aufgetragen gemeinsam mit Matija. 

Wir sassen an einer langen, schön gedeckten Tafel, abwechselnd im Hofgarten und im Esszimmer. Nach dem Yogaüben erwartete uns ein warmer Porridge mit Obstsalat. Zum Frühstück zauberte uns Nada täglich etwas Besonderes, zusätzlich zu den Eierspeisen und Käsetellern: einmal einen veganen Börek, ein anderes Mal Palačinke, auch Pala genannt, mit hausgemachten Marmeladen, oder einen Gemüsestrudel. Constantin servierte heißen Tee und Kaffee.

An einem Abend brachte uns Ann-Kathrin Godec durch bewegenden Erzählungen, und einige Fotos Geschichte und Gegenwart des Anwesens Balatura und des Gastlandes Kroatien näher. Bis elf Uhr nachts saßen wir in Decken eingewickelt im Hof und erfuhren viel über die altslawische glagolitische Schrift, die Karstphänomene, Nature Writing und auch Zukunftspläne von Balatura-Villages. 

So konnten wir nachvollziehen, dass durch die Begeisterung und das Engagement der Familie Godec immer wieder Menschen aus den Bereichen Musik und Literatur zu Lesungen und Konzerten in Balatura zusammentreffen und ein lebendiger Austausch zwischen Kunstschaffenden und Kunstgenießenden entsteht.

Am Freitagabend bedankten wir uns bei den Perlen des Hauses und hatten viel Spaß bei der Darbietung eines Liedes, die wir mit ein paar kroatischen Worte, die wir gelernt hatten – Sta da? (Echt jetzt?) und Hvala (Danke) – komponiert hatten.

Manche von uns ließen sich am Samstagvormittag noch von Ann-Kathrin und dem Baumeister Radko durch die Neubauten der zukünftigen Balatura-Villages führen. 

Erfüllt nahmen wir voneinander Abschied, zuversichtlich, dass wir schon bald ins Balatura zurückzukehren würden.

Mögen die Erinnerungen an die wundervolle Ferienwoche uns immer wieder Kraft geben. Mögen die Übungen gelingen, Freude bereiten und die Abwehrkräfte stärken.